Der Brügger Komponist und Videokünstler Benjamien Lycke (°1989) hat eine Vorliebe für Oper, Chor und multidisziplinäre Projekte. Er studierte Komposition am Königlichen Konservatorium Gent und absolvierte den Postgraduierten-Studiengang Composing for Screen am Royal College of Music in London. Seine Abschlussoper Acubens wurde vollständig im belgischen nationalen Fernsehen (VRT) ausgestrahlt.

Über das von ihm mitbegründete Kollektiv SYNART schuf er die Kurzopern Puck (London), Cyclops (Hamburg) und das multimediale Kriegsrequiem Monu (Brügge). Lycke komponiert auch für Film — darunter die Kurzfilme Without a Word, Somnium und Eximo sowie den Spielfilm Memento Mori — ebenso für Games und Werbung (unter anderem Chanel und Deloitte). Daneben schreibt er Orchestrierungen und Arrangements für das Symphonieorchester Flandern, Klara und das Belgian National Orchestra (À la vie, à la mort / Voor altijd).
Mit der Choreografin Talitha De Decker arbeitete er als Komponist und Videograf an den Tanzproduktionen Tinkling I, Snap XL und Figure it Out. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Kugoni Trio und der Sopranistin Emma Posman, mit der er zuvor Flandria (Muziektheater LOD) realisierte. Außerdem schrieb er für Kammermusikensembles wie Ataneres, Triotique und das Utopia Ensemble, mit dem er kürzlich Miroirs schuf (AMUZ).
Als Videograf realisierte er Le Carnaval des Animaux: The Movie (Königin-Elisabeth-Kapelle, 2021) und wirkte an der belgischen Premiere von Schnittkes Ballett Peer Gynt mit (Klarafestival, Bozar und Belgian National Orchestra, 2022). Sein jüngstes Projekt war die Oper Crash Flight mit Emma Posman, Julian Arsenault, Hannah Snow, Timotheus Maas, Desguin Quartett, Ataneres und Kugoni Trio.
Seit 2023 hat er die geschäftliche und geteilte künstlerische Leitung der internationalen Kompanie Theater Tol inne.